Damit die Rente kein Ratespiel wird

 
Wie eine Studie zeigt, ist nur wenigen die voraussichtliche Höhe ihrer eigenen gesetzlichen Altersrente bekannt. Zudem wissen viele nicht, inwieweit sie mit ihren Alterseinkünften im Rentenalter finanziell auskommen werden. Wie der Einzelne selbst für mehr Klarheit sorgen kann.

Damit die Rente kein Ratespiel wird

Damit die Rente kein Ratespiel wird

 

8.5.2017 (verpd) Nur wenige Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter haben eine klare Vorstellung davon, welche gesetzliche Altersrente ihnen später zur Verfügung stehen wird. Dagegen sind sich viele nicht sicher, ob ihr Alterseinkommen auch tatsächlich ausreicht, um ihren Lebensstandard zu halten, so die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage.

Ende 2016 ergab eine Befragung von 1.016 Bundesbürgern ab 18 Jahren, dass nur jeder Dritte weiß, wie hoch seine gesetzliche Altersrente nach dem aktuellen Stand sein wird. Die Umfrage wurde von der Pricewaterhouse-Coopers GmbH (PWC), einem Dienstleister im Bereich Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung durchgeführt.

Die Studie, die auf der Umfrage basiert, kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass 41 Prozent eine ungefähre und 21 Prozent gar keine Vorstellung über ihre künftige gesetzliche Rentenhöhe haben. Dagegen fürchtet jeder fünfte Befragte, von Altersarmut betroffen zu sein. Und etwa der gleiche Anteil der Befragten weiß nicht, ob sie mit ihrem künftigen Alterseinkommen finanziell gut auskommen werden.

Frühzeitige Vorsorge ist unabdingbar

Wer im Alter auf seinen bisherigen Lebensstandard nicht verzichten möchte, sollte laut Experten bereits frühzeitig eine sinnvolle Vorsorge aufbauen. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu diverse private, betriebliche und auch staatlich geförderte Altersvorsorgelösungen an. Wie hoch die voraussichtliche Finanzlücke im Rentenalter ohne zusätzliche Vorsorge tatsächlich sein wird und welche Altersvorsorgeformen für den Einzelnen infrage kommen, können bei einem Versicherungsexperten erfragt werden.

Der Experte kann anhand vorliegender Daten wie der aktuellen Renteninformationen, die jeder gesetzlich Rentenversicherte ab dem 27. Lebensjahr einmal im Jahr von der Deutschen Rentenversicherung erhält, nicht nur die voraussichtliche gesetzliche Rentenhöhe ermitteln. Auch das sonstige Alterseinkommen zum Beispiel aus privaten und/oder staatlich geförderten Rentenversicherungen, Kapitalanlagen oder Miet- und Pachteinnahmen kann er berechnen.

Unter Einbeziehung der Inflation und der voraussichtlichen Ausgaben im Alter kann der Experte analysieren, ob das künftige verfügbare Gesamteinkommen ausreicht, um den Lebensstandard zu halten – wenn nicht, kann er passende Altersvorsorgelösungen empfehlen. Wer denkt, derzeit finanziell nicht in der Lage zu sein, sinnvoll vorzusorgen, sollte dennoch einen Experten zurate ziehen, denn manche Möglichkeiten und finanzielle Spielräume werden erst durch eine gründliche Analyse erkannt.