Die größten Sorgen der Deutschen

Die größten Sorgen der Deutschen. Eine aktuelle repräsentative Bevölkerungsumfrage zeigt, wovor sich die Bundesbürger am meisten ängstigen.

Die größten Sorgen der Deutschen

5.12.2016 (verpd) Die Furcht vor einer schweren Krankheit führt das Sorgen-Ranking der Bundesbürger an. Dies zeigt eine Umfrage, die ein Marktforschungs-Institut im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) durchgeführt hat. Demnach sind die wirtschaftlichen Ängste zwar in den letzten Jahren insgesamt rückläufig, haben aber in der Altersgruppe der 30- und 59-Jährigen zum Teil deutlich zugenommen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat vor Kurzem die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zum Thema „Sicherheit, Risiken und Ängste in der Wahrnehmung der Deutschen“ vorgestellt. Hierfür hat das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) rund 2.000 Bundesbürger ab 16 Jahre befragt.

Wovor die Bundesbürger am meisten Angst haben

Insgesamt stimmte jeder zweite Befragte der Aussage zu, dass in Deutschland derzeit eine ängstliche Stimmung herrsche. Nur knapp jeder Dritte sieht dies nicht so. Gut jeder Fünfte gab an, derzeit sogar ängstlicher als früher zu sein. Bei den Männern lag der Anteil bei nicht einmal einem Sechstel, bei den Frauen dafür bei weit über einem Drittel.

Die größten Ängste haben die Bundesbürger vor einer schweren Erkrankung, wie mehr als zwei Drittel der Befragten angaben. Dahinter folgen die Sorgen, dass zu Hause eingebrochen wird und dass man bestohlen beziehungsweise überfallen und beraubt wird.

Im Mittelfeld rangiert die Angst vor einem Sinken des Einkommens beziehungsweise des Wohlstands. Rund jeder fünfte Bundesbürger macht sich Sorgen, dass er von einem Betrüger um seine Ersparnisse gebracht oder in hohe Schulden geraten könnte, die er nicht mehr zurückzahlen kann.

Altersabhängige Ängste

Insbesondere die Angst vor einer schweren Erkrankung beziehungsweise vor einem Einbruch in die eigene Wohnung beziehungsweise in das eigene Haus sind stark altersabhängig, wie die Umfrageergebnisse weiter zeigen.

So hat nach eigenem Bekunden nur knapp jeder zweite 16- bis 29-Jährige Sorge, schwer zu erkranken. In der Altersgruppe ab 60 Jahre sind es dann schon vier von fünf Befragte, was einer Steigerung um fast zwei Drittel entspricht.

Ähnlich verhält es sich mit der Sorge, dass zu Hause eingebrochen wird. Dies trifft nach eigener Einschätzung auf fast drei von vier Befragte zu, die 60 Jahre oder älter sind. In der jungen Generation bis 30 Jahre liegt der Anteil bei nicht einmal der Hälfte. Auch hier ist ein Anstieg um fast zwei Drittel zu festzustellen.

Wirtschaftliche Risiken

Bei den wirtschaftlichen Risiken ist in Abhängigkeit vom Alter eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten. So haben unter allen Befragten die Anteile mit großen Sorgen vor Einkommensverlust und Arbeitslosigkeit in den vergangenen drei Jahren deutlich abgenommen. Der Anteil der Bürger mit großer Sorge vor Arbeitslosigkeit sogar sehr deutlich.

In der Generation Mitte, also der 30- bis 59-Jährigen, wachsen hingegen die Sorgen hinsichtlich der eigenen materiellen Situation. Hier ist die Angst vor Altersarmut beziehungsweise den Lebensstandard im Alter nicht halten zu können, von 54 Prozent in 2015 auf 60 Prozent in 2016 angestiegen.

Auch die Angst, dass das Einkommen in den nächsten Jahren nicht ausreichen könnte, ist von 39 Prozent in 2015 auf 44 Prozent in 2016 gestiegen. Deutlich zugenommen hat im Vergleich zum letzten Jahr. Auch die Sorge davor, dass das eigene Einkommen sinken wird, und zwar von 37 auf 40 Prozent. Ebenfalls angestiegen ist die Angst, dass das Geld an Wert verliert und die eigenen Ersparnisse dadurch weniger wert sein werden – von 35 Prozent in 2015 auf 40 Prozent in 2016.

Für die individuelle Vorsorge

Wie die Umfrage zeigt, gibt es diverse Themen wie die persönliche finanzielle Lage in der Zukunft oder die eigene Gesundheit, die so manchen unruhig werden lassen. Doch bei vielem, das dem Einzelnen Sorgen bereitet, kann er aktiv etwas unternehmen, um zumindest im Fall des Falles gut abgesichert zu sein.

So gibt es zwar keine Garantie dafür, dass man beispielsweise nicht selbst schwer erkrankt oder Opfer eines Einbruchs wird. Doch wenigstens die finanziellen Folgen kann man mit privaten Versicherungslösungen abfedern.

Auch für die finanzielle Absicherung im Alter bietet die Versicherungsbranche eine Vielzahl von Produkten an. Mithilfe eines Experten lassen sich schnell die individuell passenden Vorsorgemöglichkeiten finden.