Finanzieller Schutz bei Sturmschäden

 
Jedes Jahr verursachen Stürme und sogar Tornados hohe Schäden an Häusern und Autos. Welche Versicherungspolicen zumindest das finanzielle Risiko minimieren.

Finanzieller Schutz bei Sturmschäden

Finanzieller Schutz bei Sturmschäden

 

18.4.2017 (verpd) Es gibt kein Jahr ohne Sturmschäden. Auch in den ersten drei Monaten dieses Jahres haben Stürme und sogar ein Tornado zu zahlreichen Sachschäden geführt. Die Möglichkeiten sein Hab und Gut wie Auto oder Haus vor Sturmschäden zu schützen, sind begrenzt. Wenigstens lassen sich mit einem passenden Versicherungsschutz die finanziellen Folgen eines Sturmschadens auffangen.

Wie den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu entnehmen ist, gibt es in Deutschland eigentlich keinen Monat, in dem es nicht irgendwo in Deutschland einen Sturm ab Windstärke acht nach der Beaufortskala, das entspricht einer Windgeschwindigkeit ab 62 Stundenkilometern, gegeben hat. Selbst Orkane und Tornados sind keine Seltenheit.

So richteten die Sturmtiefs Egon, Thomas und Eckart in verschiedenen Bundesländern sowie ein Tornado in der Nähe von Würzburg alleine in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 schwere Schäden an.

Ein Sturm und seine Folgen

 
Schon ein Sturm mit Windstärke acht der Beaufortskala kann Zweige von den Bäumen abbrechen und Gegenstände umwerfen oder anheben. Bei einer Windgeschwindigkeit ab 75 Stundenkilometern werden auch dickere Äste abgerissen, sowie Dachziegel und Kaminhauben angehoben.

Bei Windgeschwindigkeiten ab circa 90 Stundenkilometern können komplette Dächer abgedeckt, Bäume abgeknickt oder sogar entwurzelt sowie schwerere Gegenstände wie Dachziegel und abgerissene Äste vom Sturm umhergeschleudert werden.

Bereits Schäden, die durch einen Sturm ab Windstärke acht, also ab 62 Stundenkilometern verursacht werden, können in einer Wohngebäude-, Kfz-Kasko- und/oder Hausratversicherung versichert werden. Eine entsprechende Police leistet dabei für Schäden durch eine direkte, aber auch durch eine indirekte Sturmeinwirkung.

Absicherung des Eigentums

 
Autobesitzer können sich gegen Sturmschäden am Auto mit einer Teilkasko-Versicherung, die automatisch auch in der Vollkasko enthalten ist, absichern. Der Kaskoversicherer ersetzt beispielsweise den Schaden am Wagen, wenn ein Sturm das Fahrzeug zum Kippen bringt oder sturmbedingt ein Baum oder sonstige Gegenstände wie Äste auf das Auto fallen und es beschädigen.

Die Wohngebäude-Versicherung übernimmt Sturmschäden am Gebäude und an den Gebäudebestandteilen einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände wie Sanitäranlagen, fest verlegter Böden und Einbaumöbel. Eine Hausrat-Police leistet Ersatz, wenn der Hausrat, also die Ge- und Verbrauchsgüter sowie das bewegliche Inventar des Haushaltes wie Möbel, Elektrogeräte, Kleidung und Vorräte durch den Sturm direkt oder indirekt beschädigt oder zerstört wurden.

Sind in der Gebäude-Versicherung Sturmschäden mitversichert, ersetzt der Versicherer beispielsweise den Schaden, wenn der Sturm direkt einzelne Dachziegel vom Hausdach loslöst oder das ganze Hausdach abgedeckt. Auch indirekte Sturmschäden werden übernommen: zum Beispiel, wenn durch das vom Sturm abgedeckte Hausdach Regen ins Haus eindringt und deswegen die Wände und/oder Laminat- und Parkettböden beschädigt werden. Wird zudem auch noch das Mobiliar beschädigt, ersetzt eine bestehende Hausratversicherung diesen indirekten Sturmschaden.