Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

 
Ein aktueller Report zeigt, dass die Angst vor Einbrüchen hoch ist. Zudem belegt eine Statistik, dass alleine im vergangenen Jahr die Hausratversicherer wieder mehrere Hundert Millionen Euro infolge von Wohnungseinbrüchen als Schadensleistung an ihre Versicherungskunden ausbezahlt haben.

Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

Jeder Dritte hat Angst vor einem Einbruch

 

2.5.2017 (verpd) 2016 haben die Hausratversicherer nach vorläufigen Zahlen für 140.000 verübten Wohnungseinbrüchen in Wohnungen oder Häusern, für die eine Hausratversicherung bestand, die Summe von 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen erbracht. Dies geht aus dem Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hervor. Der Report zeigt aber auch eine weitverbreitete Angst vor Einbrüchen in der Bevölkerung. Es gibt jedoch große Abweichungen zwischen der generellen und der persönlichen Risikoeinschätzung.

Für den aktuelle Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) wurde unter anderem untersucht, wie viele Personen in der Bevölkerung Angst vor einem Einbruch haben.

Zudem zeigt eine im Report veröffentlichte vorläufige Statistik, dass die deutschen Hausratversicherer 2016 rund 470 Millionen Euro an Versicherungsleistungen für etwa 140.000 Wohnungseinbrüche ausbezahlt haben.

Keine Trendwende in Sicht

 
Zwar hat die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche gegenüber dem letzten Jahr um 20.000 abgenommen, doch in den sechs Jahren zuvor ist sie fünf Mal gestiegen. Auf Zehnjahressicht lag der Wert nur drei Mal höher als in 2016, nämlich 2013, 2014 und 2015. Zu Beginn des Jahrtausends gab es allerdings sogar noch rund 180.000 Wohnungseinbrüche.

„Der Rückgang der Einbrüche ist ein erfreulicher Lichtblick. Allerdings verzeichnen wir immer noch deutlich mehr Einbrüche als vor fünf oder zehn Jahren – von einer Trendwende können wir derzeit also nicht ausgehen“, erläutert GDV-Präsident Alexander Erdland.

Die Schadenskosten lagen 2016 mit insgesamt 470 Millionen Euro auf dem vierthöchsten Wert in diesem Jahrtausend und waren um über zwei Drittel größer als 2007, hier wurde der niedrigste Wert verzeichnet. Pro Wohnungseinbruch weist der GDV für 2016 einen Schaden von im Schnitt 3.250 Euro aus. Auf Zehnjahressicht hat sich der Schadendurchschnitt um über ein Viertel erhöht.

Große Angst vor Einbrüchen …

 
Neben der Einbruchstatistik geht es in dem Report auch um die Umfrage „Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl“, die der GDV in Auftrag gegeben hat. Dafür hat die Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im März 2017 knapp über 1.000 erwachsene Personen befragt. Den Angaben zufolge wurde die Gruppe der Vermieter und Eigentümer wie auch die der Mieter gleichermaßen berücksichtigt, um repräsentative Aussagen zu ihrem Verhalten zu bekommen.

Dem Report zufolge besteht in der Bevölkerung große Angst vor Einbrüchen. Entsprechend äußerte sich rund jeder dritte Befragte. Bei den über 60-Jährigen waren es sogar 40 Prozent.

Vier von fünf Befragten gaben sogar an, das Risiko, generell zu einem Einbruchsopfer zu werden, sei innerhalb der vergangenen fünf Jahre größer geworden. Bei den 18- bis 29-Jährigen vertraten nur zwei Drittel diese Auffassung.

… egal ob Mieter oder Eigentümer

 
Wie die Untersuchung weiter zeigt, sind eine große Angst vor Einbrüchen und die Einschätzung, das Risiko sei größer geworden, bei Frauen deutlich größer ausgeprägt als bei Männern. Auch Personen, die in einem Einfamilienhaus leben, sorgen sich in beiden Fällen häufiger als Personen, die in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses leben. Der GDV hebt hervor, dass es dabei offenbar keine Rolle spielt, ob jemand zur Miete wohnt oder im Eigenheim.

Interessanterweise zeigen sich deutliche Abweichungen zwischen der generellen und der persönlichen Risikoeinschätzung. Letztere ist bei vielen niedriger ausgeprägt. So gab dem Report zufolge fast jeder zweite Befragte an, bei ihm sei wenig zu holen und es gäbe für Einbrecher interessantere Objekte. Rund ein Drittel wähnt sich laut GDV durch seine Wohnlage in Sicherheit.

„Dieser Verdrängungsmechanismus ist so alt wie gefährlich: Es passiert anderen, aber nicht mir. Ein fataler Fehler, denn jeder kann Opfer eines Einbruchs werden“, warnt GDV-Präsident Erdland.

Weiterführende Informationen

 
Wie man seine Wohnung oder sein Haus gegen Einbrecher schützen kann, zeigt unter anderem der Webauftritt der VdS Schadenverhütung GmbH und des GDV. Auch die Internetseite www.k-einbruch.de der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) und das Webportal www.nicht-bei-mir.de, eine Initiative für den aktiven Einbruchschutz, die von der ProPK unterstützt wird, enthält entsprechende Tipps.

Sollte ein Einbrecher jedoch Erfolg haben, ist es wichtig, dass das häusliche Inventar ausreichend gegen Diebstahl abgesichert ist. Eine umfassende Absicherung bietet hier die Hausratversicherung, wenn die Versicherungssumme dem Wert des Hausrates entspricht.

Bei bestehenden Policen ist es daher wichtig, regelmäßig zu prüfen, ob die im Vertrag vereinbarte Versicherungssumme noch dem tatsächlichen Wert der versicherten Sachen entspricht.

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