Tipps für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen

 
Wenn die Frostperioden vorbei sind und die Außentemperatur dauerhaft über sieben Grad Celsius liegt, wird es Zeit auf Sommerreifen zu wechseln.

Tipps für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen

Mit Winterreifen nicht das ganze Jahr fahren

 
Doch Winterreifen sollten auch nicht zu lange gefahren werden. Der Grund dafür ist die weichere Kautschukmischung der Winterreifen, die gegenüber den Sommerreifen hauptsächlich bei Kälte für eine gute Straßenhaftung sorgt. Bei Außentemperaturen von etwa über sieben Grad Celsius haben Winterreifen jedoch einen deutlich stärkeren Abrieb als Sommerreifen, was den Reifenverschleiß verstärkt und zudem zu einem höheren Rollwiderstand führt, was wiederum den Benzinverbrauch steigen lässt.

Auch aus Sicherheitsgründen sind in der wärmeren Jahreszeit Sommerreifen sinnvoll. Denn bei hohen Temperaturen lässt bei Winterreifen die Reifenfestigkeit nach, was ein schwammiges Fahrverhalten zur Folge haben kann. Bei Außentemperaturen im Plus-Bereich kann zudem der Bremsweg auf trockenen Straßen mit Winterreifen im Vergleich zu Sommerreifen deutlich länger sein, wie Tests belegen.

Reifen beschädigungsfrei lagern

 
Bei jedem Reifenwechsel empfehlen Kfz-Experten, die alten und neuen Pneus auf Beschädigungen und Fremdkörper, aber auch auf eine ausreichende Profiltiefe zu prüfen und beschädigte oder nicht mehr zulässige Reifen auszutauschen. So sind nur Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern zulässig, anderenfalls droht ein Bußgeld ab 60 Euro und ein Punkt im Flensburger Fahreignungsregister. Für Sommerreifen empfehlen Experten sogar eine Mindestprofiltiefe von drei und bei Winterreifen von vier Millimetern.

Bevor man die Reifen abmontiert, ist es sinnvoll, die bisherige Position mit einer Wachskreide zu kennzeichnen, zum Beispiel VR für vorne rechts, damit es bei der erneuten Montage nicht zu Verwechslungen kommt. Wer Reifen selbst einlagert, sollte deren Luftdruck um 0,5 bar erhöhen, da sie dann laut BRV stabiler lagern. Zudem sollten Reifen an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden. Denn Wärme, Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung beschleunigen die Alterung der Reifen, so dass das Material schneller spröde wird.

Laut BRV sind Reifen, aber auch Reifen auf Felgen immer stehend – also senkrecht und nicht flach übereinanderliegend – zu lagern oder alternativ auf einem speziellen Felgenbaum aufzuhängen. Stehend gelagerte Reifen sollten zudem alle paar Wochen ein wenig gedreht werden, um einen so genannten „Standplatten“ zu verhindern. Weitere Pflege- und Sicherheitstipps gibt es im Webauftritt des BRV.

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