Notrufnummern und Apps fürs Smartphone

 

Die passenden Apps und Notrufnummern auf dem Smartphone sorgen dafür, dass man in Notfällen zu Hause oder auch auf Reisen schnell eine passende Hilfe und Unterstützung bekommt.

Apps und Notrufnummern für das Smartphone

Notrufnummern und Apps fürs Smartphone

 

9.7.2018 (verpd) Es gibt zahlreiche Situationen wie einen Unfall mit Verletzten oder eine geklaute Brieftasche, in denen eine schnelle Unterstützung von anderen Personen notwendig ist, um einen größeren Schaden zu verhindern. Heutzutage lässt sich eine solche Hilfe mit einem Smartphone meist zeitnah organisieren, vorausgesetzt, man kennt die Kontaktdaten und -möglichkeiten der passenden Helfer.

Innerhalb Europas ist die wichtigste Notrufnummer für eine Vielzahl von Notfällen die 112 – und zwar kostenfrei vom Festnetz und vom Mobilfunknetz aus. Damit können die unterschiedlichsten Organisationen wie Polizei, Feuerwehr und Notarzt alarmiert werden. Oftmals werden die Hilfen neben der Landessprache und in Englisch auch in anderen Sprachen angeboten.

In vielen Ländern gibt es zusätzlich auch nationale Notrufnummern. Die Polizei kann man hierzulande zum Beispiel unter der Notrufnummer 110 erreichen, in Österreich ist es die 133, in der Schweiz die 117, in Italien die 113, in Frankreich die 17, in Belgien die 101, in Polen die 997 und in Tschechien die 158.

Für Auslandsreisende

Prinzipiell ist es für Reisen ins Ausland sinnvoll, sich neben der 112 auch die geltenden nationalen Notrufnummern für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst der befahrenen Länder zu notieren und im Handy zu speichern. Diese findet man zum Teil auf den Internetseiten der jeweiligen Botschaft des Landes oder auch sonst im Internet. Das Auswärtige Amt stellt für eine problemlose Auslandsreise den Bürgern zudem die App Sicher Reisen kostenlos zur Verfügung.

Die App enthält neben abrufbaren Reise- und Sicherheitshinweisen auch Informationen darüber, was in Notfällen zu tun ist und welche deutsche Vertretung (Botschaft oder Konsulat) es im jeweiligen Land gibt. Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes können ebenfalls Reise- und Sicherheitshinweise sowie die Adressen der im Urlaubsland ansässigen deutschen Auslandsvertretung abgerufen werden. Diese Auslandsvertretungen sind wichtige Anlaufstellen für Notfälle im Ausland, zum Beispiel, wenn einem der Pass oder das Geld gestohlen oder man Opfer eines sonstigen Verbrechens wurde.

Für dringende Notfälle gibt es vom Auswärtigen Amt eine 24-Stunden-Hotline unter +49 30 18170. Das Auswärtige Amt rät außerdem allen Auslandsreisenden: „Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich unabhängig vom Land, das sie besuchen, und von der Dauer des Auslandsaufenthalts in die Krisenvorsorgeliste Elefand des Auswärtigen Amts einzutragen.“ Durch die Registrierung hat die Botschaft im Notfall, zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe oder einem Terroranschlag, meist schneller die Möglichkeit, den Reisenden zu kontaktieren und zu unterstützen.

Wenn die Kreditkarte oder das Auto gestohlen wurde

Wird einem die Geld- beziehungsweise Kreditkarte gestohlen, egal ob im In- oder Ausland, sollte man schnell handeln. Eine Sperrung fast aller Karten ist mit der Sperrnotrufnummer 116 116 innerhalb Deutschlands gebührenfrei möglich. Im Ausland ist vor der 116 116 oder der (0)30 4050 4050 die Vorwahl für Deutschland, meist die +49 zu wählen.

Allerdings gibt es vereinzelte Geldinstitute wie die Postbank, die nicht am Sperrnotruf angeschlossen sind, doch auch diese haben in der Regel Sperrnotrufnummern, die dort zu erfragen sind. Informationen zum Thema Kartensperre finden sich unter www.kartensicherheit.de.

Doch nicht nur Banken, auch zahlreiche Versicherer bieten ihren Kunden für Notfälle entsprechende Hotlinenummern und Apps an. Sinnvoll ist es, sich insbesondere die Schadenservicenummern und Kontaktmöglichkeiten einer bestehenden Auslandsreisekranken-, Reiseabbruch-, Kfz- und/oder Rechtsschutz-Versicherung sowie eines bestehenden Kfz-Schutzbriefes im Handy zu speichern.

Notrufnummer oder ärztlicher Bereitschaftsdienst?

Wer außerhalb der üblichen Sprechzeiten wie nachts oder am Wochenende hierzulande ärztliche Hilfe benötigt, aber nicht in Lebensgefahr ist, sollte nicht die 112, sondern lieber die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, die 116 117 anrufen.

Nur bei lebensbedrohlichen Leiden wie beim Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei Atmungsstörungen, bei erheblichen Verletzungen, bei Vergiftungen und/oder schweren Schmerzzuständen ist laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung grundsätzlich die 112 anzurufen.

Übrigens: Ist einem das Smartphone gestohlen worden oder hat man es verloren, sollte man die notwendige Sperrnotrufnummer des jeweiligen Mobilfunkanbieters kennen. Diese und alle anderen Notrufnummern sollte man daher am besten auch in Papierform mitführen.

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