Was Einbrecher am häufigsten mitgehen lassenIm aktuellen Einbruch-Report des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) wurde unter anderem festgestellt, welche Einbruchmethoden die häufigsten sind und was zu dem begehrtesten Diebesgut gehört.      

Was Einbrecher am häufigsten mitgehen lassen

30.5.2016 (verpd) Auch in Zeiten von Smartphones und Tablets haben es Diebe immer noch vermehrt auf Schmuck, Uhren sowie Bargeld abgesehen. Welche Hausratgegenstände noch gerne geklaut werden und wie die Diebe am häufigsten in eine Wohnung einbrechen, zeigt der aktuelle Einbruch-Report, den der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vor Kurzem veröffentlichte.

Der jüngst vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) präsentierte „Einbruch-Report 2016“ ermittelte unter anderem, welche Sachen die Einbrecher am häufigsten mitgehen lassen. Die Studie basiert auf einer postalischen Umfrage des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen unter 1.329 Einbruchsopfern aus den Städten Bremerhaven, Berlin, Hannover, Stuttgart und München sowie den Akten von 3.668 Einbruchsfällen.

Was am häufigsten gestohlen wird

Die Rangliste der Stehlgüter führen Schmuck, Uhren sowie Bargeld an, dahinter folgen elektronische Kleingeräte wie Handys sowie Computer, Laptops und EDV-Zubehör. Nur eine untergeordnete Rolle spielen Wertpapiere, Waffen und Munition sowie Nahrungsmittel. In dem Report wird weiter herausgestellt, dass die Einbrecher Schwachstellen an einem Haus oder einer Wohnung erkennen und diese für ihr Eindringen nutzen.

In Einfamilienhäusern sind normale Fenster und Fenstertüren mit zusammen über 80 Prozent die am häufigsten genutzten Einbruchstellen. Bei gut jedem zehnten Einbruch kommen die Täter durch die Eingangstür. Diese ist bei Mehrfamilienhäusern mit fast 56 Prozent Anteil die häufigste Einbruchstelle. Rund vier von zehn Einbrüchen geschehen durch normale Fenster und Fenstertüren. Türen und Fenster sollten deshalb laut GDV besonders gesichert werden. Einbruchhemmende Fenster und Türen würden nämlich bei Neubauten in Deutschland nicht standardmäßig eingebaut.

Dies habe zur Folge, dass sie sich in wenigen Sekunden aufhebeln ließen. Einbrecher benötigten in der Regel nicht einmal 15 Sekunden, um ein Standardfenster aufzuhebeln, und packen dann innerhalb kürzester Zeit ein, was sich leicht transportieren und leicht verkaufen lässt.

Wie die Diebe in ein Haus einbrechen

Der Report gibt auch über die Art des Eindringens Aufschluss. Bei den Einbruchstellen Türen oder Fenster(türen) ist das Aufhebeln die am häufigsten angewendete Methode. Gekippte Fenster wurden ebenfalls vergleichsweise häufig als Einstiegsstelle genutzt – oder die Einbrecher schlugen das Glas ein und öffneten das Fenster dann von innen.

Bei Türen wurden zum Einbruch relativ gleich häufig falsche Schlüssel genutzt, die Schlossfalle (Schnapper) gedrückt, der Schlosszylinder abgebrochen, das Türblatt durchbrochen oder es gab überhaupt keine Spuren.

Wie die Studie zeigt, können Haus- und Wohnungsinhaber einiges tun, um das Einbruchsrisiko zu senken. Unter anderem bietet die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hierzu online diverse Tipps, Hilfen und Broschüren. Sollte trotz aller Vorsicht dennoch eingebrochen werden, übernimmt eine bestehende Hausratversicherung zumindest den finanziellen Schaden.


 

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